SSV Nümbrecht – TuS Derschlag 32:24 (15:18)

 

Derschlags Trainer-Duo Rainer Schumacher und Uli Pohl war schon vor dem Anpfiff des Spiels gegen den oberbergischen Rivalen mehr als bedient. Grund war der kurzfristige Wechsel von Rückraumspieler Frederik Burmeister zur HSG Schalksmühle-Halver, von wo er vor der jetzigen Spielzeit nach Derschlag gekommen war. „Reisende kann man nicht aufhalten, aber wir sind schon von der HSG sehr enttäuscht, mitten in der Saison Akteure abzuwerben. Und leider haben wir uns auch im Spieler Burmeister getäuscht“, war Schumacher stocksauer. Den Rückschlag steckte der TuS aber zunächst gut weg. Vor allem Mathias Kakuschki war es, der aus dem Rückraum in der gut gefüllten Nümbrechter Sporthalle mächtig Dampf machte und sein Team prächtig führte. Über 3:6, 10:13 und 12:16 schienen die Gäste auf einem guten Weg, den ersten Saisonsieg gegen den SSV zu feiern. „In der ersten Hälfte war Derschlag besser und vor allem konsequenter“, konstatierte denn auch SSV-Handball-Chef Jörg Weber. 

Doch nach dem Wechsel sollte sich das Bild komplett ändern. Jetzt stand die Nümbrechter Deckung vor den sehr gut aufgelegten Philipp Winkler (13 Paraden) und Michael Rösner (8 Paraden) sehr sicher und ließ die Derschlager kaum noch zur Entfaltung kommen. In der 43. Minute schafften die Gastgeber beim 21:20 die erste Führung und danach kamen die TuS-Spieler gar nicht mehr aus den Puschen. Kümmerliche sechs Tore, davon lediglich vier aus dem Feld, standen in den zweiten 30 Minuten für den TuS zu Buche. „Wir haben viel zu schnell resigniert, uns in vielen Einzelaktionen verloren und in den letzten zehn Minuten ständig in Unterzahl agieren müssen“, sah Schumacher die Gründe für die letztlich deftige Niederlage. 

Ganz anders der SSV. Angetrieben von den Fans spielte sich das Team von Alex Orlov in einen wahren Rausch und nahm Derschlag am Ende auseinander. Endlich gelang es Nümbrecht auch, zahlreiche Abpraller aufzunehmen und eigene Gegenstöße einzuleiten. „Derschlag ist nicht mehr viel eingefallen“, resümierte Jörg Weber, der sich über einen gelungenen Handballabend freute. Mit diesem Sieg ist der SSV nun wieder Oberbergs bestplatzierte Mannschaft in der Oberliga .

 

Derschlag: Mathias Kakuschki (10/3), Marcel Mesenhöhler (4), Stephan Kakuschki (4/2), Gregor Pohl (3), Jacques Martel, Christof Haselbach, Norman Scholz (je 1)

(Quelle: OA)